Website selber machen oder machen lassen? Rechnen Sie mit Ihrem Stundensatz

4 Min. Lesezeit

Ob Sie Ihre Website selber machen oder machen lassen sollten, entscheidet eine einfache Rechnung: Ihre Arbeitsstunden mal Ihr Stundensatz. Eine brauchbare DIY-Website kostet typischerweise 40–80 Stunden plus laufende Pflege — Zeit, die Sie nicht an Kunden verkaufen. Für die meisten Selbstständigen ist Machen-lassen deshalb rational günstiger.

Dieser Beitrag macht die Rechnung konkret: was DIY wirklich an Zeit frisst, wie Sie Ihre Opportunitätskosten berechnen, wann Selbermachen trotzdem die richtige Wahl ist — und welcher dritte Weg beide Vorteile verbindet.

Die vergessene Größe: Ihre Zeit hat einen Preis

Die DIY-Rechnung sieht auf dem Papier unschlagbar aus: Baukasten-Abo für kleines Geld statt vierstelligem Agenturpreis. Aber auf dem Papier fehlt die teuerste Zutat — Ihre Arbeitszeit. Jede Stunde, die Sie an Ihrer Website schrauben, ist eine Stunde, in der Sie nicht schneiden, beraten, reparieren oder verkaufen. Ökonomen nennen das Opportunitätskosten: der Wert dessen, was Sie stattdessen getan hätten.

Dass dieser Posten in keiner Anbieter-Werbung auftaucht, ist logisch — er steht ja auch auf keiner Rechnung. Bezahlt wird er trotzdem: abends, am Wochenende, oder in Aufträgen, die liegen bleiben.

Was DIY wirklich an Zeit kostet

„Website in 30 Minuten“ gilt fürs Grundgerüst, nicht fürs Ergebnis. Bis eine geschäftstaugliche Seite steht, summieren sich realistisch:

Aufgabe Typischer Aufwand
Einarbeitung in den Baukasten/das System 4–10 Std.
Struktur & Design anpassen 8–20 Std.
Texte schreiben (die schwerste Disziplin) 10–20 Std.
Fotos auswählen, zuschneiden, einbauen 4–8 Std.
Impressum, Datenschutz, Kleinkram, mobile Prüfung 4–10 Std.
Korrekturschleifen („irgendwas stimmt noch nicht“) 10–20 Std.

Macht insgesamt grob 40–80 Stunden — und danach beginnt die Pflege: aktualisieren, nachbessern, dranbleiben. Wer es schon einmal versucht hat, erkennt sich vermutlich wieder.

Die Rechnung mit Ihrem Stundensatz

Jetzt die einfache Mathematik. Nehmen wir eine Friseurmeisterin, deren Arbeitsstunde im Salon rund 60 € Wertschöpfung bringt:

  • 50 Stunden Website-Bau × 60 €/Std. = 3.000 € Opportunitätskosten
  • Dazu das Baukasten-Abo und die laufenden Pflegestunden jedes Jahr.

Für 3.000 € bekommt sie alternativ eine professionell erstellte Website — oder mehrere Jahre eines All-inclusive-Abos, bei dem auch die Pflege erledigt ist. Die DIY-Seite war also nicht billig, sondern nur anders bezahlt. Und das Ergebnis des Profis ist im Zweifel besser: durchdachte Struktur, verkaufende Texte, saubere Technik.

Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein: Ihr Stundensatz × Ihre realistische Stundenschätzung (eher die obere). Das ist Ihr echter DIY-Preis.

Wann Selbermachen trotzdem rational ist

Fairerweise: Die Rechnung kippt nicht immer in dieselbe Richtung. DIY ist eine gute Wahl, wenn:

  • Sie am Anfang schlicht kein Budget haben — eine selbstgebaute Seite ist besser als keine. Lieber unperfekt online als perfekt unsichtbar.
  • Ihre Auslastung niedrig ist — wer ohnehin freie Stunden hat, hat geringe Opportunitätskosten.
  • es Ihnen Spaß macht — Freude an der Gestaltung ist ein legitimer Gegenwert, den keine Tabelle abbildet.
  • Sie Webdesign-Vorerfahrung haben — dann sinkt der Stundenaufwand drastisch.

Wichtig ist nur: Treffen Sie die Entscheidung bewusst, nicht weil „kostenlos“ draufstand.

Der dritte Weg: Machen lassen, selbst pflegen

Der eigentliche Grund, warum viele selber bauen, ist gar nicht das Geld — es ist die Angst vor Abhängigkeit: „Wenn die Agentur die Seite macht, muss ich für jede Kleinigkeit betteln und zahlen.“ Dieses Dilemma löst ein Hybrid-Modell: Profis bauen die Website, aber die laufende Pflege bleibt bei Ihnen — ohne dass Sie dafür ein System lernen müssen.

Genau so funktioniert Pagoras: Ihre Website wird für Sie erstellt, und danach ändern Sie Inhalte selbst, indem Sie eine Nachricht schicken — „Ändern Sie Ihre Website, wie Sie eine WhatsApp schicken“. Neue Preise, geänderte Öffnungszeiten, ein Foto der neuen Speisekarte: per Chat erledigt, jede Änderung nachvollziehbar und rückgängig machbar. Sie bekommen das Profi-Ergebnis ohne die 50 Bau-Stunden — und die Unabhängigkeit des Selbermachers ohne Baukasten-Abende.

Häufige Fragen

Wie viele Stunden braucht eine selbstgebaute Website wirklich? Für eine geschäftstaugliche Seite mit eigenen Texten, Bildern und rechtlichen Pflichtseiten sind 40–80 Stunden realistisch — verteilt auf Wochen. Mit Vorerfahrung weniger, beim ersten Mal eher mehr. Die Pflege danach kommt obendrauf und wird fast immer unterschätzt.

Lohnt sich eine Agentur auch für ganz kleine Betriebe? Die klassische Projekt-Agentur ist für Kleinstbetriebe oft überdimensioniert — hohe Einmalkosten für eine Standard-Website. Interessanter sind Abo-Modelle, die Erstellung und Pflege zur Monatspauschale bündeln. Vergleichen Sie beides über drei Jahre gerechnet, nicht nur den Startpreis.

Was, wenn ich schon eine halbfertige DIY-Website habe? Dann haben Sie das Wertvollste schon: Texte, Bilder und Klarheit darüber, was Sie zeigen wollen. Diese Inhalte lassen sich in einen professionellen Auftritt übernehmen. Die investierte Zeit ist kein Grund weiterzubasteln — versunkene Kosten sind kein Argument für weitere.

Fazit

Die Frage „selber machen oder machen lassen“ ist keine Geschmacks-, sondern eine Rechenfrage: Ihr Stundensatz mal Ihre ehrliche Stundenschätzung, verglichen mit dem Preis fürs Machen-lassen. Für ausgelastete Selbstständige gewinnt fast immer das Beauftragen; bei Null-Budget oder echter Bastelfreude darf es DIY sein. Der nächste Schritt: Schreiben Sie Ihre eigene Rechnung mit echten Zahlen auf — sie dauert fünf Minuten und erspart Ihnen womöglich fünfzig Stunden.

Pagoras ausprobieren: Machen lassen, selbst ändern — per Chat statt per Ticket. Fragen Sie eine Demo an auf pagoras.de und rechnen Sie nach, ob sich das für Sie lohnt.

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Tom Prokscha

Baut und betreut Websites für lokale Betriebe — und schreibt hier auf, was er Kunden im Gespräch erklärt. Mehr über Pagoras

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